Vorsichtig, langsam, atme ich aus, halte für einen Moment die Luft an und atme wieder ein. Langsam. Alles ist langsam. Die Welt um mich erstarrt.
Ich blicke umher, blicke durch die Anderen hindurch.
Ich sitze hier in meinem Goldfischglas, in dem die Luft immer dünner wird und niemand bemerkt es. Geräusche gelangen gedämpft an mein Ohr. Eine Stimme erhebt sich aus dem Tuscheln, sie klingt hektisch, dringt näher heran, doch Worte verstehe ich nicht.
Das Bild kippt, neigt sich zur Seite, doch ich bewege mich nicht.
Dann der Aufprall. Hart. Mein Kopf schlägt gegen den Boden und der Schmerz zieht mich mit unglaublicher Geschwindigkeit zurück in die Realität. Schritte nähern sich schnell, die Stimmen sind jetzt näher; Worte formen sich.
Ich erkenne die Personen um mich herum, die fremden Gesichter, meinen Lehrer. Besorgt, schockiert, irritiert. In ihre Mimik mischt sich einiges und mich kostet es unglaublich viel Kraft, den Mund zu öffnen, die Stimme aus meinem Hals zu quetschen und ihnen zu versichern, alles sei okay. Es dauert, dauert lange, dann kehrt wieder Normalität ein und alles ist, wie kurz zuvor.
Nach ein paar Minuten bildet sich das Goldfischglas wieder, hauchzart, um mich herum.
"Lampen sind nicht wirklich "Lichtquellen". Sie sind eher Dunkelheits Absorbierer. Wenn du sie anmachst, saugen sie die Dunkelheit aus dem Raum. Du kannst das selbst nachweisen, wenn du deine Hand unter eine "Lichtquelle" hältst. Unterhalb deiner Hand wird die Dunkelheit stecken bleiben, weil ihr Weg zu Absorbierer durch die Hand blockiert ist. Wenn eine Lampe kaputt ist und dunkel ist, ist sie nicht durchgebrannt, sondern einfach voll."
Quelle: ibash.de
Quelle: ibash.de

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