Donnerstag, 1. September 2011

Nähe.

Seufzend kramst du deine Sachen aus der Tasche. Deinen Block, dein Mäppchen, das schwere Buch. Alles landet unbeachtet auf dem Tisch und dann sind da plötzlich die Stimmen. Du zuckst zusammen, erstarrst. Eine Tasche landet auf dem Tisch, neben dir. Vielleicht einen halben Meter entfernt. Du weichst zurück, die Panik steigt auf. 
Der Junge neben dir spricht mit seinem Freund, sie beachten dich nicht und trotzdem presst du dich näher an die Wand neben dir, hast deinen Blick starr auf die Tafel gerichtet, die Arme auf den Tisch gedrückt. Die Tischkante drückt sich schmerzhaft in die Wunden. Die Kruste bricht auf, du spürst es. Dein Arm wird feucht, die Luftzufuhr schnürt sich ab und in dir ist nur noch der Gedanke:
Flucht.


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