Die Nacht umschmeichelt deine Haut, sanft wie Seide, kalt wie Eis. Leise flüstert der Schlaf die frivole Worte in dein Ohr, will dich locken, will dich hinein ziehen und seine Chimäre einer Welt.
Doch du wehrst dich, noch ist's nicht so weit. Noch hast du noch Zeit und sacht, so naiv, so unbedarft, schlägst du deine Augen auf und erblickest das Wahre, die Schatten, die um dich tanzen, beseelt von einem fremdartigem Reigen.
Und deine Lippen öffnen sich und spielen leise ihr Lied, lassen sie sich weiter drehen, um die Achse, immer rund, rund, im Kreis herum.
Taumel, Veitstanz, Lichterwirrwarr.
Sie beobachten dich in ihrem Tanz, sie tanzen für dich, für deinen letzten Atem. Langsam ziehen sie ihn aus dir heraus und der Schlaf schaut die Szenerie mit traurigem Blick. Es ist nicht seine Zeit, es ist die deine nun zu gehen.
Sacht schließt du die Augen und die wunderlichen Töne entführen dich hinfort, in ein Land, jenseits Wirklichkeit und Traum.
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